Warum du kein BWL studieren solltest

KARRIERE | Lesezeit: 5 Minuten

Wir empfehlen den meisten Studieninteressierten in unserem Coaching, dass sie BWL studieren sollten, wenn sie Investment Banking, Unternehmensberatung oder Private Equity als Berufsziel haben. Jedoch gibt es einige Punkte bzw. Gründe, die durchaus gegen ein BWL-Studium sprechen. In diesem Artikel findest du fünf Gründe, warum du nicht BWL studieren solltest.

Inhaltsverzeichnis

Anerkennung in deinem Bekanntenkreis

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Du solltest definitiv nicht BWL studieren, wenn du dein Studium dafür nutzen möchtest, um unter Familie, Bekannten und Freunden hoch angesehen zu werden.

Das BWL-Studium ist, auf Grund der großen Menge an Studierenden, nicht das angesehenste Studium, viele denken oft, dass du „nicht wusstest, was du sonst studieren sollst“. Studiengänge wie Jura oder Medizin genießen in der Allgemeinheit eine viel höhere Anerkennung, jedoch erkennen die wenigsten, dass man mit den dementsprechenden Zielen auch nach einem BWL-Studium sehr attraktive Karrieremöglichkeiten hat.

Intellektueller Anspruch

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Falls du dich während deines Abiturs bzw. Matura schon fast unterfordert gefühlt hast, wirst du mit dem BWL-Studium aller Wahrscheinlichkeit nach keine große Freude am inhaltlichen Lernen haben. Die Natur der Betriebswirtschaftslehre (vor allem in den Bachelor-Studiengängen) ist einfach so, dass sehr viele Schemata oder Definitionen auswendig gelernt werden müssen.

Wenn du ein intellektuell anspruchsvolleres Studium suchst, solltest du dich eventuell im naturwissenschaftlichen Bereich umsehen. Ein Mittelmaß an Wirtschaft und intellektueller Herausforderung wäre z.B. ein VWL-Studium, solltest du also gerne in komplexe mathematische Formeln eintauchen und trotzdem ein wirtschaftliches Studium absolvieren wollen, könnte VWL für dich interessant sein.

Weg in die Selbstständigkeit

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Ein BWL-Studium vermittelt zwar, wie der Name schon deuten lässt, betriebswirtschaftliche Kompetenzen, jedoch sind die Anforderungen an einen Gründer nochmal ganz andere. Die im Studium erlernten Konzepte sind dann relevant, wenn du z.B. CEO von einem Konzern oder Mittelständler bist und die Zusammenhänge der Abteilungen verstehen musst. Bei kleineren Unternehmen und Start-Ups sind vor allem fachliche Kompetenzen gefragt und nicht tiefgehendes Wissen in der Buchführung.

Trotzdem kann man als BWLer immer seinen Beitrag leisten und Mehrwert schaffen, meistens jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Es gibt zwar viele erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, die BWL studiert haben – doch ist es absolut nicht notwendig oder die perfekte Vorbereitung auf eine spätere Gründung.

Quant als Berufsziel

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Sollte dein Berufsziel nicht Investment Banking, sondern Quant in einem Hedgefonds sein, ist das BWL-Studium nicht die beste Wahl. Jobs im Trading-Bereich erfordern meistens ein sehr hohes Verständnis für komplexe Mathematik und Algorithmen, diese Kenntnisse werden im BWL-Studium meistens nicht vermittelt.

Wenn das dein Ziel ist, solltest du Physik, Mathematik oder Informatik studieren und dir die notwendigen BWL-Kenntnisse mit dem CFA oder als Nebenfach an der Uni beibringen.

Sehr schnell, sehr reich werden

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Dass du mit dem BWL-Studium sehr schnell, ohne großen Einsatz viel Geld verdienen wirst, ist definitiv eine Fehlvorstellung. Jährlich schließen zehntausende Absolventen das BWL-Studium ab, folglich musst du dich so früh wie möglich von deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen abheben. Das schaffst du am besten durch ausgezeichnete Noten und hervorragende Praktika, die dir mit deinem Studium möglich sind.

Man kann jedoch in Bereichen wie Investment Banking, Beratung oder Private Equity nach dem Studium viel verdienen, jedoch sind auch die Arbeitszeiten länger als in „normalen“ Jobs.

Fazit

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Wichtig ist, dass du dir von Anfang an gut überlegst, warum du BWL studieren möchtest bzw. was deine beruflichen Ziele sind. Je früher du weißt, was du machen möchtest, desto besser kannst du deinen Plan erarbeiten und auf dein Ziel hinarbeiten.

Man sollte sich jedoch auch bewusst sein, dass die hohen Einstiegsgehälter, die nach dem BWL-Studium möglich sind, nicht ohne Verzicht möglich sind. Ob eine Karriere im IB, UB oder PE etwas für dich ist, findest du am besten in Praktika heraus. Mit sehr guten Leistungen an der Uni und professionellen Unterlagen sind solche Top-Praktika schon früh im Studium möglich und erleichtern dir die berufliche Orientierung.

FAQ

BWL-Studienprogramme sind oft überfüllt, was zu der Wahrnehmung führen kann, dass BWL eine "Standardwahl" ist, wenn man unsicher ist, was man studieren soll.

BWL kann für einige Studierende, die nach tiefergehenden intellektuellen Herausforderungen suchen, als weniger anspruchsvoll empfunden werden, insbesondere im Vergleich zu naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengängen.

Obwohl BWL betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, kann es sein, dass spezifische Fähigkeiten für die Gründung und Führung eines Start-ups oder Kleinunternehmens nicht ausreichend abgedeckt werden.

Für Berufsziele wie Quantitative Analyst in einem Hedgefonds könnten Studiengänge in Mathematik, Physik oder Informatik relevanter sein, da sie das notwendige tiefe mathematische und technische Verständnis vermitteln.

Trotz der attraktiven Gehälter in Bereichen wie Investment Banking oder Consulting erfordern diese Karrierewege signifikantes Engagement und lange Arbeitszeiten, und der finanzielle Erfolg ist nicht garantiert.

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